Filme

Wieso kann ein kleiner Rechenfehler zu einer diplomatischen Krise führen? Ist Vergessenkönnen und Vergebung möglich? Warum kann selbst ein Auftritt mit George Clooney ein Schaf nicht vor dem Verzehr retten? Und welche gemeinsamen Vorbilder haben junge RegisseurInnen grenzüberschreitend?

Die 6. Arabische Filmwoche 2014 zeigt mit aktuellen Spielfilmen und Dokumentationen, einige davon Deutschlandpremieren, Neues und Überraschendes im scheinbar Bekannten, lässt Eigenes im Vermeintlich Fremden entdecken, und lädt Sie ein, über Gemeinsamkeiten mit RegisseurInnen und ExpertInnen ins Gespräch zu kommen.

Exemplarisch zeigen die Dokumentarfilme die Vielfalt und Vielschichtigkeit der arabischen Welt und zeichnen dabei ein Stück Geschichte nach. “The Lebanese Rocket Society” beleuchtet die Aufbruchstimmung zur Zeit des Pan-Arabismus und sein Scheitern. Jahre der sozialen Resignation und politischen Stagnation sind die Folge. “Cursed be the Phosphate” widmet sich der Geburt des arabischen Frühlings in Tunesien und verdeutlicht eine Aufbruchstimmung, die sich zunächst an sozialen Fragen ausmacht.

UNIVERSUM EN MINIATURE”

Die Spielfilme brechen große universelle und aktuelle Themen auf einen kleinen menschlichen und zwischenmenschlichen Rahmen nieder, zeigen die “Welt im Kleinen”. So thematisiert “The Repentant” kammerspielartig die gesellschaftlichen Konsequenzen des Amnestie-Gesetzes in Algerien. Das komplexe Innenleben der Charaktere wird in Nahaufnahme vor dem Hintergrund der landschaftlichen Schönheit Algeriens gezeigt und steht stilistisch durchaus in einer Tradition mit Ingmar Bergman, einer Ikone des europäischen Films.

Um der Vielfalt des arabischen Films gerecht zu werden, gibt es erstmals eine Kurzfilmnacht. Im Mittelpunkt stehen dabei junge RegisseurInnen und experimentelle Filme, die wie ein Kaleidoskop einen Querschnitt aktueller Produktionen aus der arabischen Welt zeigen.

 

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