Kurzfilme

Vorfilme

// Zakaria – EPILOG: Galerie KUB

// 5 Pounds – vor Stable Unstable

// Café Regular, Cairo – vor When Monaliza smiled

// Dinosaur – vor Jean Weijnoon

Kurzfilmnacht – 1. Block

// Beyond Memory (8′)

// Condom Lead (15′)

// Feeding 500 (20′)

// Limply one saturday morning (30′)

// Précipice (20′)

// Top Goon 1 / Beeshu (7′)

Kurzfilmnacht – 2. Block

// In search of hip-hop (10′)

// Tell me Mohammed (20′)

// Private Sun (25′)

// Obsession (15′)

// Pillars (15′)

// Top Goon 2 / Beeschu (7′)

// Merry Christmas Homs (20′)

Zakaria

Ägypten 2012, OmeU, Regie: Emad Maher

Beyond Memory

Sudan 2012, OmeU, Regie: Abdallah Mohamad

In Search of Hip-Hop

Sudan 2010, Regie: Issraa El-Kogali

Zakaria“ ist eine Adaption und ein Tribut an Naguib Mahfouzs „Das Buch der Träume“ und schildert die kafkaeske Reise eines unruhigen Geistes zwischen Schuld und Tod. Sein Arzt verbietet Zakaria, Huhn zu verspeisen. Aus Angst, sich Anordnungen zu widersetzen, Regeln zu brechen und seiner Begierde zu erliegen, ergibt sich Zakaria der Anweisung des Arztes völlig, sogar über den Tod hinaus.

Eine junge Frau sitzt allein in ihrem Zimmer, wehmütig und sehnsüchtig nach Omar. Wohin er ist und wie lange schon, bleibt vage. Traum und Wirklichkeit sind undefiniert und die Grenzen verschwimmen. Schwarz-weißer Expertimentalfilm.

Die politische und religiöse Stimmung Sudans ist nur bedingt ein günstiges Klima für Subkultur, doch mit den ersten freien Wahlen nach 24 Jahren erfuhr alternative Kultur tatsächlich einen Aufschwung. Und so war es für die Filmemacherin Issraa El-Kogali zwar sicher kein Leichtes Mojo, DZA und MC Mo aufzuspüren, die den Kern der aufkeimenden Szene in Khartoums „Sudan Boom Box“ bilden, doch was sie letztendlich findet ist unübertroffen an ehrlichen Talenten und liebenswerten Charakteren.

5 Pounds

Ägypten 2011, OmeU, Regie: Mohammed Adeeb

Condom Lead

Palästina, Jordanien 2013, OmeU, Regie: Ahmad Abou Nasser, Mohammed Abou Nasser

Tell me Mohamed

Frankreich 2012, OmeU, Regie: Ayoub Layoussifi

Eine ältere Frau läuft durch Kairo ihrer Wege. Als ihr auffällt, dass ihr ein mysteriöser Mann folgt, beginnt sie sich Sorgen zu machen. Als sie bemerkt, dass er sie in die Enge der dunklen Straßen der Stadt treibt, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Was er von ihr möchte kann nur an das Unvorstellbare grenzen.

In Zeiten von Krieg, Terror und Brutalität ist das erste Ziel des Menschen das Überleben. Er sucht nach Nahrung, Wärme, Licht und versucht dabei nicht getötet zu werden. Im Herzen des Krieges, ist dort Platz für Liebe? „Condom Lead“ erzählt die Geschichte eines Paares im Gaza-Streifen, dass durch die allgegenwärtigen Angst vor dem Fall der nächsten Bombe keinen Raum für körperliche Nähe finden kann. Eine Geschichte über sexuelle Frustration. Ein Traum der Hoffnung für Intimität und Liebe in einer brutalen, gespaltenen Welt.

Von klein auf fast blind, findet Mohamed Schutz im Singen vertrauter Lieder aus seiner Heimat. Seine Ankunft in Frankreich vor acht Jahren nahm ihm nie sein Talent oder den Wunsch, seine Leidenschaft mit Fremden zu teilen. Der Regisseur Ayoub Layoussifi begleitet Mohamed in seinem Alltag und zeigt, wie er trotz seiner schwierigen Lage als Illegaler, seinen Lebensunterhalt mit seiner Musik verdient: Mit dem tagtäglichen Singen von Liebesliedern und Hommagen an seine Familie für die PariserInnen der U-Bahnlinie 2.

Café Regular. Cairo

Ägypten, Indien 2011, OmeU, Regie: Ritesh Batra

Feeding 500

VAE 2013, OmeU, Regie: Rafed Al Harthi

Private Sun

Palästina 2011, OmeU, Regie: Rami Musa Alayan

Ein ägyptisches Pärchen trifft sich in einem Café. Sie kommt gerade von einer Reise zurück. Er freut sich sehr sie wieder zu sehen. Doch etwas hat sich verändert. In der Ferne hat sie sich eine für ihn völlig abwegige Idee in den Kopf gesetzt. Eine Diskussion entfacht.

 

Was würdest du tun, um anderen zu helfen? Welches Opfer wärst du bereit zu bringen? „Feeding 500“ begleitet Sediq, der es sich seit 15 Jahren zur Aufgabe macht, jeden Tag hunderte Straßenkatzen in Dubai zu füttern. Ein inspirierender Film, der Sediqs Leidenschaft und Entschlossenheit, aber auch Opfer, die er dafür erbringen muss, und die Reaktionen seiner Mitmenschen zeigt, die von Sympathie bis hin zu Aggression oder Gleichgültigkeit reichen.

Miriam, eine junge Palästinenserin, leidet aufgrund eines Vitamin D-Mangels an einer Knochenkrankheit. Von Ihrem Arzt bekommt sie das Sonnenbaden verschrieben, um den Vitaminmangel zu behandeln. Trotz ihrer neugierigen Nachbarn, ihrer herrischen Schwägerin und den israelischen Spionageflugzeugen versucht sie, ruhige Momente in der Sonne zu finden.

Dinosaur

Kuwait 2013, OmeU, Regie: Meqdad Al-Kout

Limply, One Saturday Morning

Algerien 2011, Regie: Sofia Djama

Obsession

Tunesien 2009, OmeU, Regie: Amine Chiboub

Ein Verwaltungsangestellter kämpft sich kurz vor seinem Ruhestand durch die bürokratischen Instanzen, um einen höheren Arbeitstitel zu erhalten. Im Takt der Stempel, zwischen schweigenden Warteschlangen und Tee trinkenden Beamten, treibt der Kurzfilm auf urkomische Art die Absurdität der Verwaltungsträgheit auf die Spitze.

Als Myassa eines Abends nach Hause kommt, wird sie im Treppenhaus von einem Mann überfallen, der versucht, sie zu vergewaltigen, dann allerdings keine Erektion bekommt. Als sie endlich in ihrer Wohnung ankommt, funktioniert zu allem Überfluss die Dusche nicht. Am nächsten Tag hat Myassa deshalb nur zwei Dinge vor: Anzeige zu erstatten und einen Klempner ausfindig zu machen. Schneller als sie denken kann, wird sie wieder mit dem Mann vom vorigen Abend konfrontiert.

Sofia Djama ist 1979 in Oran, Algerien, geboren und studierte Literatur und Fremdsprachen in Bejala und Algier. Inzwischen schreibt sie als freie Journalistin für die Tageszeitung “Le Temps” eine wöchentlich erscheinende Kolumne.

 

Ein junger Mann entdeckt in seiner neuen Wohnung einen großen roten Knopf, dessen Funktion sich ihm nicht erschließt. „Was wird passieren, wenn ich den Knopf drücke?” Besessen von dieser Frage steigert sich der Mann in verschiedene Phantasien hinein, die zunehmend zu Wahnvorstellungen werden. Hitchcock und Kubrick lassen grüßen.

Obsession” ist ein Kurzfilm des jungen tunesischen Regisseurs Amine Chiboub. Die Komödiezeichnet sich durch ihre perfekt strukturierte Erzählung und durch zahlreiche parodistische Referenzen zu den größten Werken der Kinogeschichte aus.

Précipice

Tunesien 2013, Regie: Nadia Touijer

The Pillars

VAE, Ägypten 2012, OmeU, Regie: Mostafa Zakaria

Was passiert, wenn ein Schaf die einzige Gemeinsamkeit zweier Menschen ist? Touhami und Mongi erhalten ein Schaf, um es dem Eid Al-Adha, dem islamischen Opferfest, hinzugeben. Ohne sich zu kennen, verbindet die beiden nun eine gemeinsame Aufgabe: Das Schaf sicher über die bergigen Straßen nach Hause zu bringen. Eine spannende Reise beginnt, auf der die beiden Männer immer wieder mit dem Anderssein des jeweils Anderen konfrontiert werden.

Die tunesische Filmemacherin Nadia Touijer studierte Film in Brüssel und drehte bereits zahlreiche Filme, unter anderem den preisgekrönten Kurzfilm “The Refuge”.

In diesem allegorischen Märchen erzählt der Regisseur die Geschichte eines Ehepaars in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das sich vor kurzem hat scheiden lassen. Auf verblüffende Weise werden die fünf Säulen des Islams dargestellt: Das Bekenntnis zu einem Gott, das Gebet, die Almosengabe, das Fasten und die Pilgerfahrt.

Top Goon „Beeshu’s Nightmare“

Top Goon „Who wants to kill a million“

Die Kurzfilmreihe beschreibt das Leben des Kleinen Diktators. Satire und Komödie werden dazu genutzt, den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und seine Gefolgschaft zu verhöhnen, aktuelle Geschehnisse werden miteinbezogen. Jeder einzelne Film verdeutlicht, wie brutal die Regierung vorgeht, um die Proteste zu unterdrücken.

Um nicht identifiziert zu werden, nutzen die Künstler Fingerpuppen. „Masati Mati“, die Gruppe zehn junger Künstler, gehört damit zu einer der gewagtesten Bewegungen des Protests. Gezeigt werden die ersten beiden Kurzfilme „Beeshu’s Nightmare“ und „Who wants to kill a million“. 

Merry Christmas Homs

Syrien 2011, OmeU, Regie: Bassel Shehade

In einer Kirche wird gebetet und Kerzen brennen. Scheinbar friedlich. Doch draußen wird geschossen. Es ist Weihnachten in Syrien 2011. Mit Handkamera filmt Bassel Shehadeh die Straßen von Homs in seiner letzten Weihnachten.

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